Resilienztraining und Medienerziehung mit Tom Rechl
Durch die Initiative und finanzielle Unterstützung des Elternbeirats kam der Polizist und Spezialist Tom Rechl für die Themen Resilienz und Medien an die Grundschule Hebertsfelden. Es wurde an einem Vormittag in jeder Klasse ein spannender Workshop abgehalten.
Start war in der 1.Jahrgangsstufe, hier wurde das Verhalten gegenüber fremden Personen thematisiert. Die Kinder lernten, wie sie richtig reagieren sollen, wenn sie von fremden Personen angesprochen werden. Praktische Übungen wie Rollenspiele verdeutlichten den Kindern, was ein gutes Verhalten in verschiedenen Situationen ist. Auch das Thema „gute und schlechte Geheimnisse“ wurde mit zahlreichen praktischen Beispielen aus dem Alltag der Kinder behandelt.
In der 2. Jahrgangsstufe ging es um „Teamarbeit erleben und den Zusammenhalt stärken“. Zu Beginn wurde besprochen, was ein gutes Team ausmacht und ob sich die Kinder selbst als ein solches wahrnehmen. Anschließend ging es in die Praxis: In einer kniffligen Aufgabe mussten sich die Kinder alphabetisch aufstellen – und das, ohne von den Stühlen zu fallen. Nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme, Absprachen und Hilfe war diese Herausforderung zu meistern. Ein gemeinsames Reflexionsgespräch rundete diese Übung ab. Danach wurden den Kindern drei Farben zugeordnet. Während sie sich frei im Raum bewegten, wurde jeweils eine Farbe genannt. Die Kinder dieser Farbe „fielen in Ohnmacht“ und mussten von den anderen behutsam wieder aufgehoben werden. Dieses Spiel machte deutlich, wie wichtig Achtsamkeit, Hilfsbereitschaft und ein respektvoller Umgang miteinander sind. In diesem Zusammenhang wurde auch der Begriff „Gewalt“ altersgerecht erklärt und gemeinsam besprochen. Die abwechslungsreiche Unterrichtsstunde trug sichtbar dazu bei, den Zusammenhalt der Klasse weiter zu stärken.
In den Jahrgangsstufen 3 und 4 ging es um Medienerziehung. Da Tom Rechl schon seit mehreren Jahren an die Schule kommt, wurden bekannte Themen wiederholt und vertieft besprochen. Im sogenannten „Krokodilspiel“ wurde den Kindern verdeutlicht, dass das Krokodil Hektik, Unruhe und Streit verursacht, ähnlich wie beim „Zocken“ eine zu intensive Mediennutzung negative Folgen hat. Dabei werden wichtige Dinge des Lebens, wie z.B. Familie, Hobbys, Ernährung oder auch Freunde oft fallen gelassen. Dies kann in eine Sucht führen. Sucht entsteht durch Bequemlichkeit, das Gehirn wird ausgeschaltet, es zählen kaum noch reelle Gründe. Die Belohnungsstrategie nimmt Überhand, wodurch scheinbar „gute Gefühle“ und Spaß sich entwickeln. So macht „zocken“ nicht wütend, aber bei Sucht wird man wütend, wenn man nicht weiterspielen darf. So rief Tom Rechl die Kinder zu einem Versuch auf: Alle, die gerne „zocken“, sollten einmal freiwillig für zwei Wochen darauf verzichten. Wer es ohne Probleme schafft, muss sich keine Gedanken machen, süchtig zu sein. So führte der Polizist und hervorragende Referent weiter aus, dass Medien einen großen Einfluss auf die schulischen Leistungen haben. Man sollte nach Hausaufgaben oder kurz vor dem zu Bett gehen keine neuen Medien mehr benutzen – das Gelernte wird dann schnell verdrängt und wird nicht mehr sicher im Gehirn abgespeichert. Zum Schluss des Workshops ging Tom Rechl noch auf das Internet ein: „Im Internet dürft ihr lügen!“, rief er die Kinder auf und begründet es damit, dass man in Chats nie seinen eigenen Namen, sein Alter oder seine richtige Adresse mitteilen soll. Neben zahlreichen Schülerfragen, die der Polizist wieder äußerst sensibel, aber auch klar verständlich und kindgerecht beantwortete, endeten die Schulstunden für alle viel zu schnell.


Rektor Robert Gabriel bedankte sich beim Referenten für die wieder so interessanten, am Kind orientierten Workshops in den verschiedenen Klassen und freut sich mit dem Elternbeirat schon auf den Elternabend zur Medienerziehung mit Tom Rechl am Mittwoch, 30. September 2026, an der Grundschule Hebertsfelden.

